Die Desktop-Suche der Suchmaschine Google hat sich grundlegend verändert. Seit Anfang dieser Woche werden weltweit keine Werbeanzeigen in der rechten Leiste mehr angezeigt. Ausnahme sind Google Shopping-Ads und das Google My Business-Profil eines Unternehmens oder einer Organisation.

Ab sofort werden Anzeigen durch Google AdWords nur noch im oberen und unteren Bereich einer Seite veröffentlicht. Dafür befinden sich an der Spitze der Google-Suche nicht mehr nur drei Werbeanzeigen sondern vier. Am Ende der Google-Suche werden dem Nutzer zusätzlich noch drei weitere Anzeigen eingeblendet. Das bedeutet zum einen, dass die Anzahl der Google Ads auf der ersten Seite drastisch gekürzt werden und zwar von elf auf sieben Anzeigen. Zum anderen werden dadurch auch die unbezahlten Suchergebnisse auf der begehrten Seite eins von Google reduziert.

Die Verbannung der rechten Anzeigenspalte aus den Suchergebnisseiten von Desktop-Geräten hat also drastische Auswirkungen sowohl auf die bezahlten als auch auf die organischen Suchergebnisse. Der Konkurrenzkampf in der Suchmaschinenwerbung (SEA) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird dadurch befeuert.

Folgen für die Suchmaschinenwerbung

  • Durch die geringere Anzahl an Werbeanzeigen wird der Druck auf Werbetreibende noch höher, auf den ersten Anzeigenpositionen zu erscheinen.
  • Der durchschnittliche CPC (Cost-per-Click) pro Keyword wird sich durch einen intensiveren Wettbewerb und eine geringere Werbefläche erhöhen.
  • Die Optimierung der Werbeanzeigen von Unternehmen ist daher Voraussetzung.
  • Zu empfehlen ist es daher, die Keywords anzupassen, den Qualitätsfaktor zu verbessern, indem die Zielwebseiten optimiert werden und die Anzeigen noch treffender zu formulieren.

Folgen für die Suchmaschinenoptimierung

  • Dasselbe gilt für die organischen Suchergebnisse. Die Website, die bisher die erste Position innehatte, rutscht weiter nach unten.
  • Sie kommt damit dem sichtbaren Bereich der Google-Suche – auch Above the Fold genannt – gefährlich nah.
  • Das heißt für Webseitenbetreiber, dass Sie mehr Energie in die Optimierung ihrer Website in der unbezahlten Suche stecken sollten, da auch hier der Kampf um die besten Positionen steigen wird.

Was steckt eigentlich hinter dieser Änderung? Das Ziel des Suchmaschinen-Giganten: Er will das Erscheinungsbild der Suchergebnisse an mobile Seiten anpassen. Damit untermauert Google wieder einmal seine „mobile first“-Strategie, die mit dem Launch der Mobilfreundlichkeit von Websites als entscheidender Ranking-Faktor im April vergangenen Jahres seinen Anfang nahm. Die mobile Google-Suche wird sich dagegen nicht verändern. Dort sieht der Smartphone- oder Tablet-User weiterhin zwei oder drei Anzeigen an der Spitze der Suchergebnisseite.

Fazit

Die Bereiche der Suchmaschinenwerbung und Suchmaschinenoptimierung werden in Zukunft noch stärker umkämpft werden. Es würde sich daher für Unternehmen lohnen, in Google Shopping-Kampagnen sowie in Content Marketing und SEO-Maßnahmen zu investieren. Wir halten Sie über das Thema auf dem Laufenden. Außerdem unterstützen wir Sie gerne dabei, Ihre Werbekampagnen in Google AdWords und Ihre Website zu optimieren. Erfahren Sie mehr: Adwords und Suchmaschinenwerbung.